Jersey Shore: Rückblick auf 6 Staffeln Kult-Reality TV

Von 2009 bis 2012 lief in den USA eine Reality-Show, die es zu einem gewissen Kultstatus gebracht hat. Das Publikum war vielleicht nicht so verrückt danach wie nach seiner Lieblingsfußballmannschaft oder einem Pokerspiel, bei dem sie ihr Wissen und ihre Poker Tipps einsetzen konnten, aber sie waren verrückt genug! Allerdings hängt der nicht unbedingt mit der Qualität der Serie zusammen, sondern vielmehr mit den extrovertierten und außergewöhnlichen Charakteren der Show. Du hast noch nichts davon gehört? Dann lass dich von uns ein wenig in die Welt dieser abgefahrenen TV Show einführen.

 

Jersey Shore: Wie ging’s los?

 

Bei der Reality-Show, die in Deutschland auf MTV ausgestrahlt wurde und von 2009 bis 2012 in insgesamt sechs Staffeln lief, ging es eigentlich um ein sehr simples Thema: Begleitet wurden acht junge Menschen mit verschiedenen internationalen Wurzeln (häufig italo-amerikanisch) beim Leben und Lieben. Was auf den ersten Blick recht langweilig klingt, birgt einiges an Skandal- und Schlagzeilen-Potenzial. Und tatsächlich ging es schon von Beginn an heftig los: Um direkt die zweite Folge zu promoten, wurde ein Faustschlag in die Vorschau mit aufgenommen, der den Appetit der Zuschauer dermaßen weckte, dass sich die Zuschauerzahl mit einem Schlag verdoppelte. Daraufhin entwickelte sich die gesamte erste Staffel zu einem enormen Erfolg mit mehr als zufriedenstellenden Quoten – eine zweite Staffel galt bereits als sicher.

Abstecher nach Italien in Staffel 4

Nachdem die erste Staffel dem Namen nach tatsächlich in New Jersey gedreht wurde, ging es in der zweiten Staffel weiter nach Miami, danach wieder nach Jersey und in der vierten Staffel sogar nach Florenz. Dieser Teil sorgte erneut für besonders hohe Quoten, sodass man sich bei MTV direkt auf eine weitere, fünfte Staffel einigte. Jene und die letzte sechste wurden wieder an der namensgebenden Jersey Shore gedreht. 

Dass die Reality-Show so gute Quoten hervorbrachte, lag mitunter auch an den besonderen Charakteren, die mitgewirkt haben. Manche von ihnen zehren bis heute vom Ruhm, den sie durch die Serie erlangt haben, darunter am stärksten wohl Jennifer “JWoww” Farley, Michael “The Situation” Sorrentino, Nicole “Snooki” Polizzi, Paul “DJ Pauly D” DelVecchio und Ronaldo “Ronnie” Ortiz-Magro Jr. Vor allem “Snooki” und “JWoww” nutzten ihre Popularität für ein eigenes Spin-Off, das in den Jahren 2012 bis 2015 ebenfalls auf MTV lief. 

Skandale, Tops und Flops: Typisch Reality-TV

Wie bei den meisten Reality-Shows dieser Art gab es in den sechs Staffeln eine Menge Diskussionsstoff. Häufig kritisiert wurde beispielsweise die klischeehafte Darstellung der jungen Italo-Amerikaner oder andere Stereotype, die in diesen TV-Serien gerne auftauchen. Den Zuschauern hingegen gefiel, was sie sahen – und Jersey Shore entwickelte sich für MTV zu einem echten Top-Programm. 

Was die PR-Maschinerie rund um die Show anging, so wurde alles gegeben, um Jersey Shore auch auf anderen Gebieten zu vermarkten. Es gab einen offiziellen Soundtrack mit Hits von echten Musikgrößen und auch Fan-Artikel wie Bücher mit den besten Zitaten der Show kamen auf den Markt. Einem Modeunternehmen wurde der Rummel um die Serie aber zu bunt. Die Marke Abercrombie & Fitch wollte nicht länger, dass die Charaktere ihre Klamotten trugen, weil sie schlechte Publicity befürchteten, und bot den Darstellern Geld an, wenn sie zukünftig Kleidung von A&F vermeiden würden. 

 

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